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Montag, 02. Mai 2011 um 12:14 Uhr

Der Sennestädter ist ein ganz ein Vorsichtiger

Frisch in den Mai gerockt

Den Rock in den Mai werden die dabei waren nicht so schnell vergessen: die nicht dabei waren, haben sich wirklich einen schönen Abend entgehen lassen. RockEssence heizten über vier Stunden mit ihrem schier unerschöpflichen Repertoire an Rocksongs der feierfreudigen Schar ein.

Viel Platz zum Abrocken

Dass die mit gut siebzig Gästen in dem frisch renovierten LUNA-Saal recht übersichtlich wirkte, tat der guten Stimmung keinen Abbbruch. In jedem Fall wiederholenswert befanden Band und Publikum.

Dennoch hier einige Gedanken des Veranstalters zur "Phänomenologie des Sennestädter Publikums an sich":

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Der Sennestädter an sich ist ein vorsichtiger und glaubt nicht alles, was er liest. Papier ist bekanntlich geduldig und wenn es noch so oft bedruckt wird. In unserem Fall 3000 Mal im Flyerformat und 100 Mal auf Din-A1-Papier wetterfest im Vierfarbdruck. Aufschrift: Rock in den Mai  - Party für die Eltern und Großelterngeneration! Allesamt in Sennestadt verteilt bis in alle Siedlungen. O.k. die Flyer teils nach dem Wer-kennt-wen-Schneeballprinzip in Umlauf gebracht, teils wahllos hinter Scheibenwischer geklemmt und in einigen Straßenzügen in die Briefkästen verteilt... Die Plakate aber standen  vier Wochen unübersehbar an allen Ecken und wurden zwischendurch mit Aufklebern "akzentuiert". Es dürfte so ziemlich jede/r gewusst haben: anlässlich der Wiedereröffnung des LUNA dürfen auch Sennestadts Jugendgenerationen von damals auf ihrem Dancfloor von einst zu ihren Rockoldies schwofen.

Frische Riffs für altbekannte Rocktitel

Aber: Ist  mal was los in Sennestadt, muss das ja nicht heißen, das wirklich wer hingeht. Folglich bleibt der  Sennestädter besser weg, damit man nicht alleine darsteht, um frustiert festzustellen: doch nix los. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, nennen wir sie Variante eins.

Variante zwei: der besonders vorsichtige Sennestädter. Er zeigt sich offen für Neues im allgemeinen und Rock in den Mai vor der Haustür im Besonderen und ordert spontan ein paat Tickets zur Hinterlegung an der Abendkasse für den Fall wider Erwarten die Veranstaltung wäre ausverkauft. Doch weiß er als Sennestädter aus Erfahrung um Variante eins.

Also radelt er kurz nach Ablauf des angekündigten  Veranstaltungsbeginns wie zufällig ums LUNA herum, um die Lage mit eigenen Augen zu inspizieren. Was will er herausfinden? Erst mal, ob - wie angekündigt - überhaupt was los ist. Und wenn, ob die aus seiner Sicht Richtigen gekommen sind und die Falschen wirklich weggeblieben sind?

So wird das nichts und Sennestadt bleibt tote Hose.

...und knackige Gitarrensoli...

Anders das Pärchen aus dem Nachbarort, das mit der Clique wirklich zufällig am LUNA vorbeischlendert und hinter den Saalscheiben nicht dichtes aber reges Treiben wahrnimmt.

Es entschließt sich spontan, sich dem Treiben anzuschließen und löst zwei Tickets am Einlass. Der Rest der Clique kann sich nicht entscheiden, verharrt über das Für und Wider eines Eintritts diskutierend eine Weile auf dem Vorplatz und verliert sich in der Sennestädter Dämmerung.

Das fremde Pärchen hatte einen Superabend zusammen mit 70 Sennestädter/innen, die sich getraut haben, und nach vier Stunden Rock in denMai einig waren: Mit drei Mal so viel Leuten wäre es vielleicht noch schöner gewesen, aber wer weiß, ob die mit ihrer Sennestädter Vorsicht nicht die Stimmung ausgebremst hätten.

Weil, seinen Augen trauen, kann man nie. Selbst, wenn mal was los ist in Sennestadt.

Die Frontfrau  von "RockEssence" war begeistert von der schier unerschöpflichen Tanzfreude ihres Publikums.