| LUNA-Sanierung |
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| Donnerstag, 06. Januar 2011 um 15:27 Uhr | |||
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Ende in Sicht Der aktuelle Zeitplan für die Sanierung unseres Hauses sieht einen Abschluss aller Arbeiten bis Ende Ferbruar vor. Dann bleiben uns noch drei Wochen, um das Haus wieder einzurichten und betriebsbereit zu machen. Am 18. März soll in jedem Fall die erste Veranstaltung über die LUNA-Bühne gehen: Der Contest für die Auswahl der Bands, die beim "Rock-on-th-Beach"-Festival 2011 auftreten werden.
Alle arbeiten dran, die Architektinnen, die MitarbeiterInnen des ISB, die die Stadt Bielefeld als Bauherrin vertreten, die Fachingenieure, die vielen HandwerkerInnen und das LUNA-Team, das die Nutzerseite vertritt, also wahrscheinlich Dich, liebe/r Leser/in. Folgenden Artikel zum Sanierungverlauf aus Nutzersicht schrieb Norbert Niermann im November:
LUNA bleibt Baustelle "Haben wir es nicht gleich gesagt? So eine Baustelle wird nie im geplanten Zeitraum fertig". So und ähnlich unken nun alle die, die es eben gleich gesagt haben und nun mit Gönnermine Recht behalten. Das war im Januar 2010, als wir prophezeit haben, Mitte Oktober - zu den Herbstferienspielen - würden wir wieder einziehen in ein frisch saniertes LUNA. Und weil das Bauleitungsteam aus Fachingenieuren, Architektinnen und MitarbeiteInnen des städtischen Immobilien-Service-Betriebs (ISB) ja auch nicht seine erste Baustelle abwickelt, hatte man gleich auf den September noch einen Reservemonat draufgelegt und sich auf Oktober als Ziellinie geeinigt.
Inzwischen hat uns die Zeit längst überholt und wir haben uns in der allwöchentlichen Baugesprächsrunde, an der wir als Nutzer des Gebäudes auch teilnehmen, im Oktober auf eine Fertigstellung bis Ende Dezember geeinigt. Was aber ist, wenn der Winter noch früher einbricht als im letzten Jahr? Unter fünf Grad wird keine der neuen beigefarbenen Fliesen im WC kleben und erst recht keine Styroporplatte auf den alten Klinkern der Außenfassade halten. Aber ohne so ein Wärmeverbundsystem wäre es keine "eneregetische Sanierung" im Sinne des "Konjunkturpakets" der Bundesregierung, aus dem die knapp 2 Millionen stammen. Tja - was wenn? Nicht auszudenken, dann müssten wir nicht nur wie gerade geschehen Halloween im Jugendkotten feiern, sondern auch noch Karneval. Das können wir uns beim Ansturm der letzen Jahre von über 200 närrischen Kids wohl gleich abschminken. Nun malen wir nicht gleich den Teufel an die LUNA-Wände, die demnächst in ziegelroter Lasur als Reminiszenz an Reichows Ziegelklinkerfassaden erscheinen werden. Dazu bilden die neuen Alufensterrahmen einen silber-grauen Kontrast. Davon sind schon einige zu sehen und lassen eine edle Aura erahnen, die durch neue Glastüren im Innenbereich fortgesetzt wird.
Auch die Brücke spannt sich schon viel versprechend über den Lichtgraben von den Parkbuchten am Lindemannplatz rüber zum zukünftigen neuen Kindereingang des LUNA. Hinterm Haus, wo einst eine großzügige Terrasse mit leider meist zugewachsenem Seeblick die weitläufigen Gebäudeteile des LUNA verband, klafft jetzt noch ein Baggerloch und gibt den Blick frei auf die einst unterirdische Betonmauer des Kellergeschosses, das den Jugendbereich beherbergt. Hier ist aber schon ein Türausschnitt in den Beton geschnitten, der Ausgang in einen geplanten Hinterhof. Zu einem "LUNA-Garten" bis an den Sennestadtteich wie einst von der Steuergruppe Umbau-West gedacht, wird es nicht kommen. Schließlich hatte der Regierungspräsident in Detmold gegen diese Bevorzugung der Jugend mit separatem Seeuferzugang sein Veto zum Erhalt des öffentlichen Uferweges eingelegt. Aber auch der verbleibende Hof hinterm Zaun soll den Jugendlichen geselligen Aufenthalt und den Jüngeren eine Spielfläche bieten. Man versucht für die Nutzer herauszuholen, was unter Berücksichtigung der vielen Standards, Erlasse und Sicherheitsaspekte herauszuholen ist.
Die hatten jüngst per Baustellenbesichtigung Gelegenheit, sich davon einen Eindruck zu verschaffen, was sie im neuen LUNA erwartet: „Eigentlich nicht wirklich was Neues. Nur alles lichter, frischer und vor allem energetisch und sicherheitstechnisch auf dem neusten Stand“, fassten sie ihren Eindruck zusammen. Aber es gibt schon auch ein paar grundlegende Änderungen: das Foyer im Haupteingang ist erweitert, endlich gibt es einen Seminar- und Gruppenraum im ehemaligen Büro, dafür wandert das Büro ins ruhigere Obergeschoss und der Computerraum wechselt dafür ins Erdegeschoss. Auch im Kinderbereich ist eine Wand ganz verschwunden und ein weiterer Innendurchbruch sorgt für mehr Transparenz. Das ist aus Sicht der jugendlichen Stammbesucher keine wirkliche Bereicherung. Sie sind vorrangig am Erhalt des Kraftraums interessiert, wollen gemütlichere Aufenthaltsräume und wünschen sich ein Tonstudio. Das LUNA-Team stellt es in Aussicht und verspricht sich besonders von der Neugestaltung der BlueBar - bei älteren Generationen immer noch bekannt als „Milchbar“ - einen flexiblen Raum für die vielfältigen Wünsche verschiedener Nutzergruppen und Nutzungszwecke. Schließlich möchten wir auch der "Pavillon-Initiative" wieder einen lukrativen Raum zur Verfügung stellen und andererseits dem Platzbedarf bei Ferienspielen und Flohmärkten besser gerecht werden.
Bliebe noch der Saal, der weiterhin auch den "alltäglichen" Zielgruppen für Tanztraining, Tobespiele und VHS-Kurs zur Verfügung stehen soll und andererseits auch lukrativer Veranstaltungsort für Parties, Konzerte, Präsentationen und nicht zuletzt zielgruppenübergreifende Kulturveranstaltungen werden soll. Hier zeichnet sich jedoch ab, dass der Sanierungsetat zwar für eine optische Auffrischung reichen wird, jedoch nicht für eine Anpassung der Ausstattung an die gängigen Maßstäbe eines Veranstaltungsraumes. Trotz Abstrichen hier und da, die Sanierung bringt uns einen Meilenstiefelschritt weiter. Dem werden wieder viele Trippelschritte zur Verwirklichung eines zeitgemäßen "Zentrums für Freizeit, Spiel und Begegnung" folgen. Ein Kinder- und Jugendzentrum ist eben immer Baustelle. November 2010 Norbert Niermann
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